erlebnisse


                                        

 

 

Kleine Erlebnisse aus meiner Züchterzeit mit den Perserkatzen.

Schon als Schulkind war mein Traum immer eine weiße Perserkatze, wo ich sie das erste Mal gesehen habe, kann ich nicht mehr sagen, es kann nur auf einem Foto gewesen sein, aber zu der Zeit, konnte sich kein normal sterblicher eine Perserkatze leisten, also blieb es ganz lange ein Traum.

Mein Mann, der von diesem Traum natürlich wusste, kaufte mir 1971 einen Halbperserkater, dass war unser Sascha  ein ganz, ganz lieber Kater.

Im Urlaub gaben wir ihn in eine Katzenpension und dachten, da ist er gut aufgehoben, es war wohl auch so, aber Sascha ist durch eine geöffnete Fensterklappe entwichen und wurde auch durch Inserate in  den Tageszeitungen nie wieder gefunden.

Also ,nie wieder ohne Tiere in den Urlaub fahren .

Einige Zeit später haben wir die Zeitungen studiert und hofften auf diesem Weg einen Perserzüchter zu finden und wenn man lange sucht, klappt es auch irgendwann.

Eine Züchterin hat weiße Perserkatzen inseriert, ob Kater oder Katze war mir gleich und mein Mann kam mit einem 12 Wochen alten Perserkater, dass war der Florian zum Gluckeck.

Er war ein Traum auf kurzen stämmigen Beinchen, die Ohren ganz weit auseinander und zu dem Zeitpunkt noch eine süe gesunde Nase.

Von da an hatten wir einen guten Kontakt zu der Züchterin und ich erhielt schon  viele wichtige Tipps ,die man alle brauchen würde, sollte man mal selber ans züchten denken.

Wer aber einmal Blut geleckt hat über sein Lieblingstier, da geht es automatisch weiter und so war es auch bei mir.

Könnte nicht zu unserem Florian noch eine Perserkatze dazu kommen? dass waren nun unsere Gedanken und wer von den Züchtern kann es nicht nachempfinden.

Also kam Nada vom schwarzen Brook, eine blaue Perserkatze, die ich ausgesucht habe,

vom Typ und wie Perserkatzen standardmäig aussehen sollten, hatte ich zu diesem Zeitpunkt natürlich keine Ahnung, aber ob es ein Zufall war, ich weiß es nicht, meine beiden Perser waren gut  und ans züchten hat zu diesem Zeitpunkt kein Mensch gedacht, aber erstens kommt es anders usw.usw.

Wir hatten Besuch von Florians Züchterfamilie, mit dehnen wir nun sehr befreundet waren,

plötzlich schreit die Katze ganz schrill, was war passiert ?

Die Züchter werden es wissen, natürlich hat Florian die Nada gedeckt, auch von einer rolligen Katze hatte ich keine Ahnung und Nada hat sich nicht auffällig verhalten.

In der folgenden Zeit hatte ich viel Hilfe von beiden Züchtern,

in einen Katzenverein eintreten, es war der 1.DEKZV ,einen Zwingernamen beantragen, es wurde  zum-Sperberhorst

und natürlich ganz intensiv an den Gruppenabenden teilnehmen, nun wollte ich alles über  Katzen lernen, �ber die Zucht, den Standard und auch über die Ausstellungen.

 

Angefangen bin ich beim DEKZV mit einer gelben Karte, warum ?

Nada hat genau an ihrem ersten Geburtstag ihre Jungen zur Welt gebracht und das war entschieden zu früh, es war einfach Anfängerpech, also nicht zur Nachahmung empfohlen !!!

Meine Stammbäume erhielt ich mit dem Hinweis :

Ausnahmsweise würde ich Stammbäume erhalten, aber eine Katze darf nicht gedeckt   werden, bevor sie 12 Monate alt ist und darf auch nur 3 Würfe in 2 Jahren aufziehen.

Katzenzucht ist nicht mal eben gemacht,man nehme eine Katze ,gibt ihr irgendeinen Kater und lässt sie dann machen.

So soll es nicht sein.

Katzenzucht,seriös gemacht,erfordert viel an Wissen und ist auch ein sehr kostspieliges Hobby.

Ich hab in 30 Jahren Perserzucht immer noch  Neues zum  Wohle der Katzen gelernt.

                                           

Nun aber weiter zu meiner ersten Katzengeburt.

Eine Wurfkiste ,wobei nicht sicher war,ob Nada sie auch annehmen würde,stand bereit,

auch alle anderen Dinge,die ich eventuell für Notfälle brauchen würde und die mir von Züchtern empfohlen worden waren .

Je näher der Geburtstermin rückte, je schmusiger und anhänglicher wurde Nada,wo ich war,da war auch Nada.

An einem Abend benutzte Nada auffällig oft ihre Katzentoilette und war sehr unruhig, es war für mich das Zeichen,nun wollen die Katzenbabys geboren werden und wirklich,nach kurzer Zeit waren deutliche Wehen zu sehen.

Nada wollte immer noch,wenn ich mich mal entfernen musste,ihre Wurfkiste verlassen,

also hieß es nun für mich,an der Wurfkiste sitzen bleiben,Nada beruhigen und auf das erste Baby  warten.

Ganz wichtig für Nada war es,dass meine Aufregung nicht zu merken war.

Für Nada waren es die ersten Katzenbabys und für mich war es meine erste Katzengeburt,wo ich eventuell helfend eingreifen musste,weil mir immer wieder von den Perserzüchtern gesagt wurde,

Perserbabys werden mit einem breiteren Kopf geboren als alle anderen Katzenrassen und das kann Schwierigkeiten bereiten.

Ich sehe meine  erste Katzengeburt vor mir,als wäre es gestern passiert und nicht vor über dreißig Jahren.

 

Die ersten Presswehen waren da,deutlich zu sehen an den Wellen ,die über Nadas Körper liefen,

was mich erstaunte,trotz Presswehen war Nada am schnurren und sah immer wieder zu mir,ob ich auch nicht auf die Idee kommen würde,grad jetzt  zu gehen.

Dann war deutlich eine dunkle,fast schwarze Fruchtblase zu sehen und kurz darauf war das erste Baby geboren.

Ein blauer Perserkater,Nada hat sich sofort liebevoll um ihn gekümmert,die Nabelschnur durchgebissen und den kleinen Kater trockengeleckt.

Nun war ungefähr eine halbe Stunde Pause,dann gingen die Presswehen wieder los und Nummer zwei kam auf die Welt,

auch ein blauer Perserkater.

Es folgte Nummer drei,                          

 ein weißer Perserkater   ( mit blauen Augen,wie sich später heraus stellte )

Eine größere Pause folgte nun bis Katze Nummer vier auf die Welt kam,an Nadas Bauch war nun reger Betrieb,die Babys suchten ihre Zitzen und wollten trinken.

Wieder setzten die Presswehen ein und nun fing Nada an zu hecheln,meine Gedanken waren:

Nada,,wie viele Babys sollen denn noch kommen,es langt doch?

Katzenkind Nummer vier wurde ein weißes Mädchen ( mit orangefarbenen Augen )

War nun Schluss ?

Nein,Nummer fünf wollte auch noch auf die Welt.

Ein weißes Mädchen ( mit zweierlei Augenfarbe,ein Auge Bernstein,ein Auge blau,dieses Mädchen wurde später meine zweite Zuchtkatze,Angelique zum-Sperberhorst,genannt,Angie und mit ihr hatte ich auch meine ersten Ausstellungserfolge )

Endlich waren alle Katzenkinder gesund zur Welt gekommen,sie wogen zwischen 90 und 110 Gramm.

Nada hat alles selber gemacht,ich brauchte nicht helfen ,nur immer leise mit ihr sprechen und sie loben                              .

Von den Nachgeburten hat sie drei aufgefressen,die anderen habe ich entfernt,nun brauchte ich nur noch die Wurfkiste mit frischen Tüchern auslegen und dann konnten Mutter und Kinder ihre Ruhe genießen.

In der ganzen Zeit hat auch der Kater Florian mit an der Wurfkiste gesessen und Wache gehalten,wie es eben ein Vater machen soll.

Ich glaube,dieses Erfolgserlebnis  spornte mich an,jetzt richtig anzufangen,mit der Zucht und mit den Katzenausstellungen.

                                                        

                               

 

                                            

  

Ich war stolz auf meinen ersten Katzenwurf, die Katzenkinder entwickelten sich zu Prachtkatzen.

Es gibt nichts schöneres als zu sehen,wie die Welpen sich entwickeln,erst werden die Babys jeden Tag gewogen,um zu sehen ob alle Kinder gleichmäßig zunehmen,da kann man aber auch ganz schön nervös werden,wenn ein Baby ein paar Gramm weniger auf die Waage bringt ,aber alles wird im laufe der Jahre zur Gewohnheit und man merkt genau,ob man etwas nachhelfen muss,mit der Katzenaufzuchtmilch ist es kein Problem.

Das winzigste Katzenbaby das bei mir geboren wurde, ( in einem späteren Wurf ) wog 49 Gramm,aber dieses Kätzchen hat um sein Leben gekämpft und wir haben zusammen den Kampf gewonnen.

Es war eine ganz besondere Katze ,man hätte die Katze in der Mitte teilen können und hätte dann zwei Katzen  in unterschiedlichen Farben gehabt,

die eine Katzenhälfte war einfarbig blau und die andere Seite einfarbig creme.

Nie wieder hab ich so eine Farbverteilung gehabt.

Die Katze war durch diese sonderbare Fellfarbe für die Ausstellung nicht geeignet,aber Liebhaber gab es genug für dieses kleine Kätzchen.

 

Wenn sich dann bei den Kätzchen langsam die Augen öffnen ,zwischen dem neunten und elften Tag und die Kinder auch endlich unternehmungslustiger werden,fängt für Katzenzüchter die schönste Zeit an.

Die Katzenkinder an feste Nahrung  gewöhnen und dann immer wieder die Kinder, wenn sie selber fressen in ihre Babykatzentoilette  setzen , damit sie ihre Toilette kennen lernen,funktionierte gut.

Kleine Peinlichkeiten gab es nur,wenn alle Kinder gespielt haben und eins dann plötzlich mal musste und es die Toilette dann nicht sofort gefunden hat,

aber man merkt es den Katzenkindern an wenn sie mal müssen und kann sie dann sofort in ihre Katzentoilette setzen.

So sind alle immer einwandfrei stubenrein geworden.

Die schönste Zeit mit den jungen Katzen hat man als Züchter,es gibt nichts schöneres als zu beobachten,wenn alle Katzenkinder zusammen spielen und toben.

Nun aber fing der Ernst des Lebens an:

Erst kamen die Entwurmungen und dann die erste Impfung,der ganze Katzenwurf wurde dem Tierarzt vorgestellt.                           

Ich bekam mein erstes Lob vom Tierarzt zu diesem tollen Wurf.

Da schon am Anfang feststand,dass die weiße Katze mit der unterschiedlichen Augenfarbe bei mir bleiben würde ( Angelique ) konnten nun die  zukünftigen neuen Besitzer  der übrigen Katzen und Kater

Kontakt zu ihren zukünftigen Hausgenossen aufnehmen,manchen viel es schwer noch zu warten,aber die jungen Katzen mussten noch ihre zweite Impfung bekommen und sollten so lange wie möglich bei ihren Geschwistern bleiben.

Mit 12-13 Wochen durften nun alle Katzenkinder zu ihren neuen Besitzern.

Ich wusste,irgendwann  werden die Katzenkinder gehen,aber man hängt an jedem Tier,dass man aufgezogen hat.

 

11.8.07

Es gab aber auch Probleme mit der Katzenzucht,auch wenn es sehr selten war.

Hier ein Beispiel,worüber man als Katzenzüchter nicht glücklich ist.

Angelique ,die weiße Perserkatze hatte Nada nun als Zuchtkatze abgelöst und erwartete ihren dritten Wurf,bisher erfolgten die Katzengeburten immer problemlos (die Köpfe waren noch nicht so breit wie es heute bei den extrem kurzen Nasen ist )

Da ich mit Angi zu einem Deckkater gehen musste ,(Florian war unterdessen kastriert worden um Inzucht zu vermeiden ) konnte ich genau ausrechnen wann mit dieser Katzengeburt zu rechnen war.

Vormittags,an einem Mittwoch setzten bei Angi die Wehen ein und alles erschien normal zu verlaufen,

aber nichts wurde normal !        

cirka um 12 Uhr 30    fing Angi ganz stark aus der Scheide zu bluten an,was war nun passiert,ich wusste es nicht ?

Jetzt hieß es Ruhe zu bewahren,denn die Katze brauchte dringenst Hilfe vom Tierarzt,

ich an das Telefon und die Tierarzt- Nummer gewählt,wie es aber immer ist,war besetzt und die Sprechstunde war vorbei,

ich habe immer wieder versucht den Tierarzt zu erreichen,aber ständig war besetzt,das war für mich aber auch ein Zeichen ,der Tierarzt war in seiner Praxis und hatte ein Dauergespräch,was sollte ich nun machen ?

Ich konnte nicht einfach die Katze einpacken und zum Tierarzt fahren,dann hätten wir uns eventuell verpasst und ich hätte vor der verschlossenen Tür gestanden .

Mir viel nun nur noch eine Lösung ein, ( es ist dreißig Jahre her und heute wäre es wohl nicht mehr möglich )

Ich rief die Telefonstörungsstelle an,erklärte dem Mitarbeiter,dass meine Katze fast am verbluten ist und ich unbedingt den Tierarzt sprechen muss,der aber am telefonieren ist und ich bat den Telefonmitarbeiter das Gespräch vom Arzt zu unterbrechen.

Auch heute noch,tausend Dank,dass er es dann wirklich tat .

Nach einer kurzen Zeit hatte ich endlich den Tierarzt am Telefon und erklärte ihm,was mit meiner Katze los ist,

ich sollte sofort in die Praxis kommen und er wollte unterdessen versuchen noch einen Kollegen zu erreichen .

Leider hatte der Tierarzt keinen Kollegen erreichen können und so fragte er mich,ob ich ihm helfen könnte die Katzenwelpen in empfang zu nehmen und mich um sie zu kümmern,denn ein Notkaiserschnitt musste sofort gemacht werden.

Also rann,wichtig war jetzt nur die Katze und nicht meine Angst.

Angi war     betäubt und festgebunden und der Tierarzt konnte anfangen,Mull und Tücher für die Jungen hatte er für mich hingelegt um die Katzenjungen trocken zu rubbeln und sie dann warm einzupacken.

Vier Junge wurden schnell vom Arzt zur Welt gebracht und er gab sie mir,aber alle Babys rührten sich nicht,sie hatten einiges von der Narkose abbekommen,ich kriegte die Anweisung,die Jungen ordentlich zu schütteln ,als das nichts brachte,sollte ich sie unter kaltes Wasser abspülen,auch das habe ich getan und es gab immer noch keine Lebenszeichenvon den Kitten.

Der Tierarzt konnte mir zu diesem Zeitpunkt nicht weiterhelfen,weil er sich um Angi kümmern musste um ihren Bauchschnitt zu vernähen.

Dann aber endlich bekamen die vier Katzenkinder Tropfen auf die Zunge und ihre Atmung setzte ein,ich glaube,nicht nur ich,sondern auch der Tierarzt war erleichtert !

Nun ging es nach Hause und ich konnte mich hier weiter um meine Katzenfamilie kümmern.                           

Angi hat sich schnell erholt und sich um ihre Babys gekümmert,trotz der Narbe am Bauch.

Auch solche Erfahrungen mit der Katzenzucht muss man leider machen.

Nun zu den Katzenausstellungen.

  

                                

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